Wenn es wieder schüttet: 14 Ideen für Regentage in Wien
Sonntag, 2. August 2026
Es gibt diesen Moment am Samstagmorgen, in dem man den Vorhang aufzieht und weiß:
Das wird heute nichts mit dem Spielplatz. Die Kinder sind schon wach, aufgedreht
und haben keinerlei Verständnis für Wetterlagen.
Für genau diese Tage haben wir gesammelt, was in Wien funktioniert. Sortiert nach
Alter und danach, wie viel Trubel man verträgt.
Für die ganz Kleinen (bis etwa vier)
Mit Babys und Kleinkindern ist ein Regentag vor allem eine Frage der Logistik:
Wohin, ohne dass man eine Stunde in der Bim steht und am Ende alle weinen?
Die Kirango Kinderbücherei in der Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz ist
unser stiller Favorit. Sie liegt direkt über der U6-Station Burggasse-Stadthalle,
man kommt also fast trockenen Fußes hin. Der Kinderbereich ist großzügig, es gibt
Polster zum Hinfläzen, und niemand schaut böse, wenn ein Kleinkind laut wird. Kostet
nichts, und man kann Stunden bleiben.
Wer es gemütlicher mag: In den Familiencafés der Stadt geht es an Regentagen
naturgemäß enger zu, aber sie erfüllen ihren Zweck. Das Kinderspiel in der
Krieglergasse ist auf Kinder bis etwa vier ausgelegt, das Baomi in der
Althanstraße verbindet Spielecke mit vietnamesischer Küche, was den Erwachsenen
den Nachmittag deutlich erträglicher macht. An Samstagen lohnt ein Anruf vorab.
Wenn Energie raus muss
Manche Tage lassen sich nicht mit Büchern lösen. Dann hilft nur eine Halle.
Der Family Fun Kinderspielpark in der Breitenleer Straße ist der Klassiker
für Donaustadt und Umgebung: groß, laut, mit eigenem Bereich für die Kleinsten.
Der Monki Park in der Millennium City hat den Vorteil, dass man mit U6 und
S-Bahn direkt hinkommt und danach noch essen kann, ohne wieder ins Freie zu müssen.
Und für Kinder ab etwa vier, die wirklich springen wollen, gibt es das FLIP LAB
in der Wehlistraße.
Ein ehrliches Wort dazu: Indoorspielplätze sind an Regensamstagen voll, laut und
nicht billig. Wer die Wahl hat, geht Sonntagvormittag oder unter der Woche. Dann
sind es andere Orte.
Museen, die Kindern nicht langweilig werden
Wien hat viele Museen. Die wenigsten sind für Sechsjährige gemacht. Diese schon:
Das ZOOM Kindermuseum im MuseumsQuartier ist die naheliegendste Antwort und
zu Recht die bekannteste. Wichtig: Die Termine sind zeitlich getaktet und oft
Wochen vorher ausgebucht. Spontan hinzugehen führt meist zu enttäuschten Gesichtern.
Weniger geplant funktioniert das Technische Museum an der Mariahilfer Straße.
Es ist riesig, man kann viel angreifen, und es gibt genug Platz, dass Kinder auch
mal laufen dürfen. Wer nur zwei Stunden hat, nimmt sich einen Bereich vor und lässt
den Rest weg.
Das Haus des Meeres am Fritz-Grünbaum-Platz zieht immer. Haie, Krokodile, und
oben eine Aussichtsterrasse. Der Nachteil ist bekannt: Es ist eng, und an Regentagen
schiebt man sich durch. Früh dort sein hilft.
Im Naturhistorischen Museum am Burgring bleiben die meisten Kinder bei den
Dinosauriern hängen und wollen den Rest gar nicht sehen. Das ist völlig in Ordnung.
Das Haus ist so groß, dass man ohnehin auswählen muss.
Und wenn es an einem trüben Nachmittag etwas Ruhigeres sein darf: Das
Planetarium im Prater zeigt Sternenshows für Kinder ab etwa vier. Vierzig
Minuten im warmen Dunkeln, während draußen der Regen aufs Riesenrad fällt.
Schwimmen, wenn es draußen ohnehin nass ist
Es hat etwas Trotziges, bei Regen ins Bad zu gehen, und es funktioniert erstaunlich
gut. Das Amalienbad am Reumannplatz ist allein wegen des Jugendstilsaals einen
Besuch wert. Das Stadthallenbad am Vogelweidplatz ist nüchterner, dafür meist
weniger überlaufen. Beide haben Bereiche für Kinder.
Wer einen ganzen Tag füllen will, fährt nach Oberlaa in die Therme Wien. Das
ist dann kein Ausflug mehr, sondern ein Programm.
Kultur für Kinder
Das Dschungel Wien im MuseumsQuartier macht Theater ausschließlich für junges
Publikum, teils schon ab zwei Jahren. Die Stücke sind kurz genug, dass auch
Kindergartenkinder durchhalten, und das Haus ist so gebaut, dass Zappeln erlaubt ist.
Gleich nebenan sitzt die wienXtra-kinderinfo. Dort bekommt man nicht nur
Auskunft, sondern kann auch einfach eine Weile spielen, ohne etwas zu konsumieren.
An verregneten Nachmittagen ist das mehr wert, als es klingt.
Was wir gelernt haben
Drei Dinge, die sich bei uns bewährt haben:
Vorher anrufen oder online nachsehen. Öffnungszeiten ändern sich, Workshops sind
ausgebucht, manche Häuser haben Ruhetage. Zwei Minuten Recherche ersparen eine
gescheiterte Anreise mit müden Kindern.
Nicht zu viel vornehmen. Ein Ort pro Regentag reicht. Der Weg dorthin, das
Ausziehen, das Anziehen, die Jause zwischendurch: Das ist schon der halbe Tag.
Der Notfallplan darf langweilig sein. Manchmal ist die Bücherei ums Eck die
bessere Idee als die Halle am anderen Ende der Stadt.
Alle genannten Orte findet ihr mit Adresse, Öffnungszeiten und Anfahrt bei uns unter
Indoorspielplätze,
Museen,
Bibliotheken und
Schwimmbäder.
Und falls euch ein guter Schlechtwetterort fehlt, den wir noch nicht haben:
Schreibt uns. Wir nehmen ihn gerne auf.