Gratis durch Wien: 14 Ideen, die keinen Cent kosten

Es gibt Wochenenden, an denen das Geld knapp ist, und es gibt Wochenenden, an denen man einfach keine Lust hat, für jeden Nachmittag dreißig Euro zu zahlen. Wien ist für beide Fälle eine gute Stadt: Ein erstaunlich großer Teil dessen, was mit Kindern Spaß macht, kostet nichts.

Wir haben zusammengetragen, was wirklich gratis ist – nicht „günstig", nicht „ab 5 Euro", sondern ohne Eintritt. Sortiert danach, wie viel Zeit man mitbringen sollte.

Eine Stunde zwischendurch

Die Wasserspielplätze der Stadt

Wien hat über die Bezirke verteilt eine ganze Reihe Wasserspielplätze mit Pumpen, Rinnen und Matschbereichen. Von Mai bis September laufen sie meist täglich. Für kleine Kinder ist das die zuverlässigste Beschäftigung, die man ohne Eintritt bekommt.

Tipp: Wechselgewand einpacken, auch wenn ihr „nur kurz schauen" wolltet. Es endet immer nass.

Die Büchereien Wien

Über zwanzig Standorte, alle mit Kinderabteilung, alle zum Hineinsetzen und Bleiben. Ausleihen kostet für Kinder und Jugendliche bis 18 nichts. Viele Zweigstellen haben Vorlesestunden und Bilderbuchkino im Programm.

Die Standorte findet ihr bei uns unter Bibliotheken.

Der Naschmarkt am Vormittag

Kein Ausflug im klassischen Sinn, aber für Kinder ein Fest: Gerüche, Farben, Sprachen, überall wird etwas zum Kosten hingehalten. Wer nichts kauft, zahlt nichts – und Kosten lassen die Standler fast immer.

Ein Grätzl, das ihr nicht kennt

Der unterschätzteste Gratis-Ausflug überhaupt. Eine Straßenbahnlinie bis zu einer Station, die ihr noch nie gesehen habt, aussteigen, eine Stunde herumgehen. Kinder finden dabei verlässlich Dinge, die in keinem Ausflugsführer stehen.

Ein halber Tag draußen

Die Donauinsel

21 Kilometer Insel, Kieselstrände, flaches Wasser, Wiesen zum Herumrennen und mehrere Spielplätze. Im Sommer ist sie das kostenlose Freibad der Stadt, im Winter eine gute Strecke zum Radfahren, wenn sonst alles zu ist.

Tipp: Je weiter ihr euch von den U-Bahn-Stationen entfernt, desto leerer wird es. Zwanzig Minuten Fußweg machen aus einem vollen Strand einen fast leeren.

Der Lainzer Tiergarten

Ein eingezäunter Wald am westlichen Stadtrand, in dem Wildschweine, Hirsche und Mufflons frei herumlaufen. Eintritt kostet keiner. Die Wege sind breit, für einen ersten Waldausflug mit kleinen Kindern ist das ideal.

Der Wiener Prater, abseits des Wurstelpraters

Der Wurstelprater kostet Geld, sobald man einsteigt. Der Grüne Prater daneben kostet nichts: Kastanienalleen, Wiesen, Spielplätze und die Hauptallee, auf der Kinder ihre ersten Radkilometer ohne Autos schaffen.

Der Kahlenberg und der Blick von oben

Mit dem Bus hinauf, zu Fuß hinunter. Der Blick über die Stadt beeindruckt auch Kinder, die sonst wenig für Aussichten übrig haben, und der Abstieg durch den Wald ist die eigentliche Attraktion.

Der Setagayapark und die kleinen Parks

Wien hat neben den bekannten Parks Dutzende kleine, ruhige Anlagen, in denen kaum jemand ist. Der japanische Setagayapark in Döbling ist so einer: klein, gepflegt, gratis, und für ein Picknick besser als jeder überfüllte Stadtpark.

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Museen an den freien Tagen

Mehrere Wiener Museen lassen Kinder und Jugendliche generell gratis hinein, andere haben einzelne freie Tage im Monat. Das ändert sich immer wieder, deshalb lohnt ein Blick auf die jeweilige Website, bevor ihr losfahrt.

Was sich mit Kindern auszahlt, steht bei uns unter Museen.

Die Bahnhöfe als Ausflugsziel

Klingt seltsam, funktioniert aber. Hauptbahnhof oder Westbahnhof, eine Stunde Züge anschauen, dazu Rolltreppen und Aufzüge. Für viele Zwei- bis Vierjährige ist das der beste Nachmittag der Woche, und er kostet ein Öffi-Ticket.

Das Naturhistorische Museum für die Jüngsten

Kinder und Jugendliche unter 19 zahlen hier keinen Eintritt. Die Dinosaurier und die Meteoritensammlung tragen locker zwei Stunden, und wenn es draußen schüttet, ist das eine der verlässlichsten Adressen der Stadt.

Einkaufszentren an Regentagen

Nicht schön, aber ehrlich: Wenn nichts mehr geht, ist ein großes Einkaufszentrum mit Rolltreppen, Aufzügen und Sitzgelegenheiten ein trockener Ort, an dem man nichts zahlen muss.

Über das ganze Jahr

Feste, Straßenfeste und Grätzlfeste

Von Mai bis Oktober gibt es fast jedes Wochenende irgendwo ein Fest mit Hüpfburg, Kinderschminken und Bastelstation – meist ohne Eintritt. Was gerade läuft, steht in unserem Veranstaltungskalender.

Wenn euch etwas fehlt, das nichts kostet und trotzdem etwas taugt: Schreibt es uns. Wir nehmen es gerne dazu.

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